EFT ist wie Klavierspielen

Klopfen ist einfach. Wirklich jeder kann auf Punkte klopfen. Wo soll da die Schwierigkeit liegen? Wenn das alles ist, um Probleme zu lösen, dann lassen Sie uns doch klopfen.
Und wie ist das mit dem Klavierspielen? Kann nicht jeder auf Tasten drücken? Ist Tastendrücken dasselbe wie Klavierspielen? Aber ist das, was der eine oder die andere dem Instrument entlockt, wirklich ein Hörgenuss? Oder gelegentlich schlicht eine Zumutung für die Ohren?
Genauso ist es mit EFT. Befreit das Klopfen auf Punkte tatsächlich von allen Problemen, Ängsten und Schmerzen? Oder steckt darin ein Grundirrtum?
Jeder kann klopfen. Aber kaum jemand beherrscht die hohe Kunst des Klopfens.
Als mir diese Technik zum ersten Mal begegnete, war ich einfach beeindruckt von der neuen Herangehensweise. Ich habe dem Begründer Gary Craig live und auf vielen DVDs bei der Arbeit zugesehen, und mein Eindruck war: Das ist doch ganz simpel, das könnte ich auch. Elegant und präzise hat er seine Sitzungen geführt, und die Ergebnisse waren bemerkenswert. Ich sah, wie Phobien sich verabschiedeten und wie tief sitzende Blockaden sich lösten, die Menschen jahrelang begleitet und beeinträchtigt hatten.
Daraufhin beschloss ich, das auch zu lernen. Ich begann, Erfahrungen zu sammeln — und musste herausfinden: So einfach ist es nicht. Die Erwartung, da sei ein Problem, sagen wir eine Angst, und man müsse nur lange genug darauf herumklopfen, dann wäre sie weg, hat sich nicht bestätigt.
Das Klopfen selbst ist einfach. Vom Kleinkind bis zum Urgroßvater kann es jeder ausführen, so wie auch jeder auf Tasten drücken kann. Komplexe Probleme damit zu lösen, bleibt trotzdem eine Kunst.
Sollten Sie also denken, Klopfen sei leicht? Dann haben Sie recht. Und falls Sie überzeugt sind, das Ganze sei eine echte Herausforderung? Dann haben Sie genauso recht.
Der Unterschied liegt in der Herangehensweise — und erst recht im Ergebnis.