Stimmung

Was tun, wenn der Ärger Sie packt?

Rita Harm··2 Min Lesezeit
Pinke Apfelblüten mit Regentropfen auf den Blättern vor dunklem Grund

Was tun, wenn der Ärger Sie packt? Wenn er Ihnen den Hals abschnürt, die Luft zum Atmen nimmt und Ihre ganze Aufmerksamkeit an sich reißt? Wenn Sie genug davon haben, dass der Ärger Sie im Griff hat, und Sie es lieber umgekehrt hätten, versuchen Sie es einmal so:

Bevor Sie überschnappen, setzen Sie sich hin. Atmen Sie durch. Überlegen Sie, woher der Ärger kommt. Und beginnen Sie damit, ihn anzuerkennen. Nehmen Sie ihn wahr, lassen Sie ihn sein, geben Sie ihm die Aufmerksamkeit, die Sie auch einem kleinen Kind geben würden, das darum bittet.

Und dann versuchen Sie es mit der Klopftechnik. Beginnen Sie mit der Formulierung:

„Auch wenn mich … zum Wahnsinn treibt, versuche ich, ruhig und gelassen zu bleiben.“

Klopfen Sie dabei auf Ihre Handkante. Und erlauben Sie sich, alles anzusprechen, was Ihnen durch den Kopf geht. Erlauben Sie sich dabei, wütend zu sein.

Stellen Sie sich vor den Spiegel. Formulieren Sie so genau wie möglich. Nehmen Sie alle Gedanken wahr, sprechen Sie sie aus, klopfen Sie weiter an der Handkante. Nehmen Sie alle aufsteigenden Gefühle wahr und arbeiten Sie damit.

Und dann achten Sie darauf, wie Ihr Körper auf all das reagiert. Beziehen Sie das mit ein:

„Auch wenn es mich wahnsinnig macht, weil ich einfach nicht weiß, was ich tun soll, und es mir unmöglich ist, ruhig zu bleiben, wähle ich, einen Weg zu suchen, damit fertig zu werden.“

oder

„Auch wenn es mich so wütend macht, dass … und ich das Gefühl habe, in die Enge getrieben worden zu sein, beschließe ich, all diese Gefühle anzuerkennen und zuzulassen.“

Eine Klopfpunktrunde:

  • Es macht mich so wütend.
  • Ich fühle mich so in die Enge getrieben.
  • Mein Magen tut weh.
  • Schon wieder steigt ein Kopfweh hoch.
  • Es macht mich wahnsinnig.
  • Ich habe keine Lust, mich wahnsinnig machen zu lassen.
  • Ich beginne, mehr und mehr wahrzunehmen, was alles eine Rolle spielt.
  • Und ich fange an, mehr und mehr loszulassen.
  • Den Ballast hinter mir zu lassen.

Atmen Sie mehrmals tief durch. Nehmen Sie wahr, was sich verändert hat. Nehmen Sie wahr, was unverändert geblieben ist. Und formulieren Sie eine weitere Klopfrunde mit all dem, was jetzt noch auftaucht.

Gutes Gelingen.

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